Nina Laaf


Artiststatement 2019

Skulpturen die Räume beschreiben, Bewegungen sichtbar machen und begangen werden wollen

Mich interessieren Systeme im weitesten Sinne – sowohl menschlich, als auch industriell. Ich bin begeistert von Modularität, das spiegelt sich in meiner Herangehensweise. Der modulare Charakter meiner Arbeiten ermöglicht mir Räume zu definieren und mittels meiner Skulpturen zu beschreiben. Bewegungen werden sichtbar, Räume wollen begangen werden. Die körperliche Bewegung im Raum wird zur Extension der Skulpturen, die zu einer notwendigen Choreografie führt.

Meine künstlerische Arbeit geht sehr stark vom Material aus. Durch das Ausloten von Materialbeschaffenheit und dessen Grenzen inszeniere ich ebendiese Eigenschaften, hinterfrage sie und kehre sie zum Teil um. Ich greife handwerkliche Referenzen und Techniken auf und stelle sie in einen neuen Kontext.
Es entsteht Raum für Gegenüberstellungen in denen nicht immer das ist, was es scheint zu sein – eine Art Rollentausch betreffend Volumen, Leichtigkeit, Stabilität und Oberfläche. Durch hybride Zusammenführungen entsteht gleichzeitig Verschmelzung und Entgrenzung, die eine Ambivalenz im Arbeitsprozess erahnen lassen. Ich erzeuge Situationen fragwürdiger Stabilität und physischer Zuspitzung durch Austesten von Grenzen des Materials, sowie das Ausloten eigener körperlicher Leistung.

Ironie ist fester Bestandteil meines Repertoires, der spielerische Umgang des Arbeitsprozesses findet sich im Titel wieder.


Sculptures that describe spaces, make movements visible and want to be walked on.

I am interested in systems in the broadest sense - both human and industrial. I am passionate about modularity, which is reflected in my approach. The modular nature of my work allows me to define spaces and describe them through my sculptures. Movements become visible, spaces want to be walked in. The physical movement in space becomes the extension of the sculptures, which leads to a necessary choreography.

My artistic work starts very strongly from the material. By exploring the nature of the material and its limits, I stage these very qualities, question them and partially reverse them. I take up craft references and techniques and place them in a new context.
Space is created for juxtapositions in which things are not always what they seem to be - a kind of role reversal concerning volume, lightness, stability and surface. Hybrid conflations simultaneously create fusion and dissolution of boundaries, suggesting an ambivalence in the working process. I create situations of questionable stability and physical aggravation by testing the limits of the material, as well as exploring my own physical performance.

Irony is an integral part of my repertoire, the playful handling of the work process is reflected in the title.