Nina Laaf

Skulpturen am Radweg | Vernissage 19. Mai 11 Uhr | Osterburken

Artiststatement

Skulpturen die Räume beschreiben, Bewegungen sichtbar machen und begangen werden wollen

Mich interessieren Systeme im weitesten Sinne – sowohl menschlich, als auch industriell. Ich bin begeistert von Modularität, das spiegelt sich in meiner Herangehensweise. Der modulare Charakter meiner Arbeiten ermöglicht mir Räume zu definieren und mittels meiner Skulpturen zu beschreiben. Bewegungen werden sichtbar, Räume wollen begangen werden. Die körperliche Bewegung im Raum wird zur Extension der Skulpturen, die zu einer notwendigen Choreografie führt.

 Meine künstlerische Arbeit geht sehr stark vom Material aus. Durch das Ausloten von Materialbeschaffenheit und dessen Grenzen inszeniere ich ebendiese Eigenschaften, hinterfrage sie und kehre sie zum Teil um. Ich greife handwerkliche Referenzen und Techniken auf und stelle sie in einen neuen Kontext.
Es entsteht Raum für Gegenüberstellungen in denen nicht immer das ist, was es scheint zu sein – eine Art Rollentausch betreffend Volumen, Leichtigkeit, Stabilität und Oberfläche. Durch hybride Zusammenführungen entsteht gleichzeitig Verschmelzung und Entgrenzung, die eine Ambivalenz im Arbeitsprozess erahnen lassen. Ich erzeuge Situationen fragwürdiger Stabilität und physischer Zuspitzung durch Austesten von Grenzen des Materials, sowie das Ausloten eigener körperlicher Leistung. 

Ironie ist fester Bestandteil meines Repertoires, der spielerische Umgang des Arbeitsprozesses findet sich im Titel wieder.